Bauarbeiten in Theben, Piramesse und Abydos
Ramses überzog das ganze Land mit seinen Bauten, darunter die Erweiterungen der Tempelanlagen von Karnak und Luxor, die Erweiterung der Hauptstadt Piramesse, die Vollendung des Totentempels seines Vaters Sethos I. sowie sein Totentempel, das Ramesseum.
Die Bauarbeiten in Abydos:
Ramses II. gab Anweisungen für die Fertigstellung der Tempelanlage Sethos I. in Abydos. Im Tempel des Sethos ließ Ramses sich auf einer noch nicht geschmückten Wand als Kind neben seinem Vater vor der eindrucksvollen Königsliste abbilden.Aber Ramses stiftete diesem altehrwürdigen Ort auch seinen eigenen Tempel. Dieses Heiligtum ist ganz aus Kalkstein errichtet und wurde ausschließlich mit den herkömmlichen erhabenen Reliefs geschmückt. Ramses hielt das Andenken seines Vaters und der vorangegangenen Könige hoch. Er ließ die jahrtausendealten Grabstätten der ersten Könige restaurieren, um die sich bisher noch niemand gekümmert hatte. Ramses richtete einen Tempeldienst ein, der die Restaurierungsarbeiten überwachen und Opfergaben verteilen sollte. Später kümmerte sich sein Sohn Chaemwese nach seinem Vorbild um die zerfallenen Monumente von Sakkara und Gise.
Die Bauarbeiten in Theben:
Ramses
II. erweiterte die Tempelanlage von Luxor. Die Kolosse des Königs aus
Rosengranit wurden zwischen den Säulen des ersten Tempelhofes errichtet. Mit
ihren sieben Metern überragen sie die Statuen der Nefertari und seiner älteren
Töchter. Die Innenmauern des ersten Pylonen ließ Ramses mit religiösen Szenen
schmücken. Die Prozessionsstraße wurde
erneuert und die Widdersphingenallee vor dem Tempel von Karnak erweitert. Nach
der Schlacht bei Kadesch wählte Ramses die südliche Außenmauer von Karnak, um
dort den Bericht zur Schlacht einmeißeln zu lassen. Das gleiche Thema schmückte
auch den südwestlichen Zugang dieses Tempels. Im Tempel von Luxor ließ Ramses
die wichtigsten Etappen der Schlacht gleich dreimal einhauen und präsentierte
sie an den Außenwänden der Tempelhöfe und an der nördlichen Fassade des
Pylonen.